Übersicht unserer IGeL

IGeL (Individuelle Gesundheitsleistungen)

Die in Fachkreisen so genannten Individuellen Gesundheitsleistungen – kurz IGeL - sind Leistungen, für welche die Krankenkassen nicht leistungspflichtig sind oder für deren Sicherstellung anderen Leistungserbringern (z.B. die gesetzliche Unfall- oder Rentenversicherung) zuständig sind. Diese Leistungen können von den Ärzten gegenüber gesetzlich versicherten Patienten nur im Rahmen einer Privatbehandlung gegen Selbstzahlung erbracht werden. Die Abrechnung richtet sich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Manche gesetzliche Krankenkassen bezahlen einzelne IGeL auch, obwohl sie nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gehören, oder sie bieten diese Leistungen im Rahmen privater Zusatzversicherungen an.

3D-Wirbelsäulenvermessung

Bei der 3D-Wirbelsäulenvermessung handelt es sich um ein berührungsloses Messverfahren, das ohne Strahlenbelastung rein lichtoptisch funktioniert. Damit ist die 3D-Wirbelsäulenvermessung auch für Schwangere und Kinder geeignet.

Ein Linienraster wird auf den Rücken des Patienten projiziert und von einer Videokamera aufgezeichnet. Dabei wird per Computer die Linienkrümmung analysiert und als "virtueller Gipsabdruck" ein dreidimensionales Abbild der Rückenoberfläche erstellt.
Die Messung dauert nur wenige Sekunden und liefert dabei Informationen über die gesamte Körperstatik und Haltung, wie z.B. Wirbelsäulenkrümmung, Wirbelkörperrotation, Beckenstellung und sogar muskuläre Dysbalancen.

Anschauliche Grafiken ermöglichen es uns, Sie als Patienten verständlich über die Ausgangssituation und die Therapiemöglichkeiten zu informieren.

Akupunktur

Die Grundlage der Akupunktur bezieht sich auf die traditionelle, chinesische Medizin. Sie macht sich die Lebensenergie des Körpers zunutze, die auf definierten Leitbahnen (Meridianen) verläuft. Durch Stechen von definierten Akupunktur-Punkten werden Störungen des Energieflusses beseitigt und damit eine schmerzlindernde, spannungs-, durchblutungs-, psycho-vegetativ-regulierende und abschwellende Wirkung erreicht. Einen wissenschaftlichen Beweis für die Wirksamkeit gibt es nicht.

Wir wenden Akupunktur u.a. an bei:

  • akuten und chronischen Schmerzen der Wirbelsäule
  • Arthrose der Gelenke
  • der Therapie von Muskel- und Sehnenerkrankungen incl. Überlastungsschäden

Bei chronischen Veränderungen der Lendenwirbelsäule sowie des Kniegelenkes (mind. 6 Monate) übernimmt die Krankenkasse die Leistung. Alle anderen Anwendungen sind Selbstzahlerleistungen.

Dynamische Fußdruckmessung

Die dynamische Fußdruckmessung setzen wir bei Fußproblemen, aber auch bei Knie- und Hüftproblemen und in der Sportmedizin ein.
Es kann sowohl der gesamte Abrollvorgang als auch die Druckverteilung am Fuß gemessen und optisch dargestellt werden.
Diese Information erlaubt eine verbesserte Therapie und genauere Rezept-Erstellung für den Orthopädietechniker.

Eigenblut-Therapie (ACP®)

Die Eigenblut-Therapie ist ein biologisches Verfahren, bei dem schmerzende Entzündungen bei Gelenkverschleiß oder Sehnenreizungen durch Aktivierung körpereigener Wirkstoffe (Wachstumsfaktoren aus den Thrombozyten) in Ihrem Blut behandelt werden. Dabei wird das Fortschreiten eine Arthrose, z.B. einer Kniegelenksarthrose, verlangsamt bzw. die Regenerationsprozesse, z.B. an verletztem Sehnengewebe, beschleunigt.
Die schmerzlindernde und heilungsfördernde Wirkung der Eigenblut-Therapie kann auch im Leistungssport eingesetzt werden.

Wie wird eine ACP®-Therapie durchgeführt?
Die Behandlung wird in unserer Praxis durchgeführt und dauert ca. 30 min. Nach Entnahme von venösem Blut werden die körpereigenen Wirkstoffe in konzentrierter Form gewonnen.
Je nach Indikation sind drei bis fünf Injektionen notwendig.

Hydrojet-Überwasser-Massage

Als Ergänzung zur schulmedizinischen Therapie bieten wir ein Wasserbett mit optimaler Massagefunktion an.
Die Hydrojet-Überwasser-Massage wird optimal eingesetzt bei bei Rückenbeschwerden, Muskelspannungsstörungen und Muskelverhärtungen. 
Es handelt sich hierbei um eine sinnvolle Ergänzung zu einer medikamentösen oder Injektionstherapie, kann aber auch allein  oder im Zusammenhang mit einer Akupunkturbehandlung des Rückens oder der Kniegelenke angewendet werden.

Wie funktioniert die „Überwasser-Massage“?
Sie liegen entspannt auf dem Rücken und werden von angenehm warmen Wasserstrahlen, die in kreisenden Bewegungen auf die Unterseite der Liegefläche treffen von Kopf bis Fuß massiert.
Durchblutung und Stoffwechsel werden angeregt, die Muskulatur gelockert und Verspannungen gelöst.

Neben der Funktion als therapeutische Zusatzmaßnahme dürfen Sie die Hydrojet-Massage-Liege gerne als Wellness-Instrument benutzen.
Machen Sie kurzfristig Termine zur Benutzung aus. Eine Gegenanzeige ist nicht bekannt.

Die Hydrojet-Massage ist auch für Herzschrittmacher-Patienten und Patienten mit künstlichen Gelenken geeignet.  

Hyaluronsäure-Injektionen

Hyaluronsäure ist eine natürliche Substanz, die sich im Bindegewebe des menschlichen Körpers befindet. An den Gelenken ist sie Bestandteil der „Gelenkschmiere“ und sorgt für eine gute Gleitfähigkeit. Diese Gelenkflüssigkeit ernährt den Knorpel (= Schutzmantel für den Knochen) und schützt ihn vor Abnutzung. Bei verschleißenden Gelenken wird die vorhandene Gelenkflüssigkeit mit der eingebrachten Hyaluronsäure „aufgereingt“. Hierdurch werden die Schmerzen geringer und die Beweglichkeit und Belastbarkeit verbessert.
Je nach Indikation sind drei bis fünf Injektionen notwendig. Die einzelne Behandlung dauert ca. 10 Minuten.

Wann ist die Injektion von Hyaluronsäure sinnvoll?
Typische Krankheitsbilder, die sinnvoll mit Hyaluronsäure behandelt werden können, sind die schmerzende Arthrose des Knie- oder Hüftgelenkes. Darüber hinaus können auch bei der Behandlung der Daumensattelgelenks- oder der Sprunggelenksarthrose gute Behandlungserfolge erzielt werden.

 

Infiltrationen an die Wirbelgelenke und Nervenwurzeln

Wirbelsäulenbeschwerden können zum einen durch Verschleißveränderungen der kleinen Wirbelgelenke (Facetten) verursacht werden, andererseits können auch die Bandscheiben, die auf Nervenwurzeln drücken, Probleme bereiten.

Eine gezielte klinische Untersuchung zur Differentialdiagnostik ist hier Voraussetzung, um gezielte Infiltrationen (Spritzen), gegebenenfalls unter Kontrolle des Ultraschallgerätes, durchführen zu können. 

Kinesiotaping

Das Kinesiotaping wurde 1973 entwickelt und dient der Behandlung von akuten Schmerz- und Sportverletzungen. Hierbei wird die Mobilisation und nicht die Ruhigstellung von Gelenken in den Vordergrund gestellt.

Der Wirkungsmechanismus ist wissenschaftlich nicht belegt. Als mögliche Wirk-Prinzipien werden die Tonusregulierung der Muskulatur, Schmerzreduktion durch Aktivierung des inneren, schmerzlindernden Systems (endogene Analgesie) und Reduktion von Entzündungsreaktionen diskutiert.

Das Kinesiotape kann 7-10 Tage belassen werden.

Magnetfeldtherapie

Bei der pulsierenden Magnetfeldtherapie handelt es sich um ein Therapieverfahren aus der Alternativmedizin, das zur begleitenden Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates im Rahmen von Alterungsprozessen wie Arthrosen der Knie-, Hüft- und Wirbelgelenke eingesetzt wird.
Das Wirkprinzip beruht auf dynamisch erzeugten elektromagnetischen Feldern, welche Stoffwechselprozesse der Zellen unserer Bewegungsapparates unterstützen und beeinflussen.

Mit pulsierenden Magnetfeldern werden keine Bilder erzeugt, aber die elektrochemischen Abläufe unserer Zellen und Gewebe unterstützt. So soll die Sauerstoffaufnahme verbessert werden und die Regeneration von Geweben unterstützt werden.

Sportmedizinische Untersuchung

Jeder, der aktiv mit Sport beginnen möchte, sollte eine Sporttauglichkeits-Untersuchung durchführen lassen. Aber auch aktive Sportler sollten sich regelmäßig untersuchen lassen. Viele Vereine verlangen vor allem für ihre jugendlichen Sportler eine entsprechende Untersuchung.

Die sportmedizinische Untersuchung hilft, gesundheitliche Risiken zu vermindern oder zu vermeiden. Sie ermöglicht es Ihnen, sich optimal Ihrer individuellen Fitness entsprechend sportlich zu betätigen.
Bei der sportmedizinischen Untersuchung wird nicht nur Ihr Gesundheitszustand überprüft. Der Arzt berät Sie auch, welche Sportarten für Sie besonders geeignet sind und wie Sie am besten trainieren.

In unserer Orthopädie-Praxis wird das Skelett-System auf die bevorstehende Belastung hin überprüft.  Eine entsprechende Untersuchung des Herz-Kreislauf-Systems kann in unserem Ärztehaus in der internistischen Praxis Dr. Hasewinkel, Frau Klein-Giesler durchgeführt werden.

 

Stoßwellentherapie (ESWT)

Bei der Stoßwellentherapie werden hochenergetische Druckwellen erzeugt. Diese gelangen – ohne das Gewebe zu verletzen – mittels einer speziellen Schallkopf-Technik an der Schmerzort. Dort wird die Stoffwechsel­aktivität gesteigert, so dass z.B. Entzündungsprozesse schneller abheilen, Schmerzen reduziert und z.B. Verkalkungen an der Schulter aufgelöst werden können. Insbesondere bei der Kalkschulter ist die Stoßwellentherapie eine Alternative zu einem operativen Eingriff.
Die einzelne Behandlung dauert nur wenige Minuten. In der Regel sind drei Anwendungen im Wochenrhythmus notwendig.

Wann ist eine Stoßwellentherapie sinnvoll?

  • sog. „Tennis- oder Golfer-Ellenbogen“
  • Subacromiales Schmerzsyndrom (sog. „Kalkschulter“)
  • Schmerzen am Trochanter maior (am seitlichen Hüftknochen)
  • Patellaspitzensyndrom (sog. „Jumpers knee“)
  • Reizung der Plantarfaszie bei Fersensporn
  • Schmerzhafte Reizung der Achillessehne (sog. „Läufersehne“)